seit 1990
 
Downloads
HTML-Editor
FTP-Programm

[ News ]

BKA kann Skype-Verschlüsselung nicht knacken

23.11.2007 um 14:44 Uhr (COMPUTERWOCHE)
Die deutsche Polizei ist bislang nicht in der Lage, Skype-Telefonate abzuhören. Der lokal installierte Bundestrojaner soll Abhilfe schaffen.

Während die VoIP-Telefonie auf Basis des Session Initiation Protocol (SIP) Hackern offenbar Tür und Tor öffnet, tun sich selbst professionelle Ermittler (zumindest in Deutschland) schwer, Skype abzuhören. Die Verschlüsselung des VoIP-Anbieters Skype stelle das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) vor "gravierende Probleme", erklärte Jörg Ziercke, Präsident des BKA, am Donnerstag anlässlich einer Tagung zum Thema Internet-Kriminalität. BKA-Experten können die Telefongespräche, die über den beliebten VoIP-Dienst getätigt werden, nicht entschlüsseln. Hier kommt einmal mehr der Bundestrojaner ins Spiel. "Wir müssen die Gespräche entweder an der Quelle abfangen bevor sie verschlüsselt werden oder beim Empfänger nachdem sie dechiffriert wurde", so Zierke.


Studie: Geringes Interesse an Linux im Mittelstand

22.11.2007 um 11:36 Uhr (COMPUTERWOCHE)
Business-Entscheider in mittelständischen Unternehmen interessieren sich kaum für das Open-Source-Betriebssystem Linux, haben Marktforscher von Techconsult herausgefunden. Aus Sicht der Business-Verantwortlichen spiele Linux nicht einmal bei jedem fünften Unternehmen eine bedeutende Rolle als Server-Betriebssystem, schreibt Techconsult-Analyst Heiko Miertzsch in der Studie "IT im Mittelstand". Er stützt sich auf eine Befragung von Fachverantwortlichen in 200 deutschen Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern. Demnach ist das Linux-Interesse außerhalb der IT-Abteilungen abhängig von der Firmengröße: Mit Ausnahme der Betriebe, die zwischen 50 und 99 Mitarbeiter beschäftigen, nimmt die Bedeutung des Open-Source-Betriebssystems mit steigender Unternehmensgröße zu.

Die relative geringe Bedeutung von Linux für kaufmännische Entscheider steht allerdings im Widerspruch zu anderen Techconsult-Erhebungen unter IT-Leitern mittelständischer Betriebe, denen zufolge der Linux-Einsatzgrad bei mehr als 30 Prozent liegt. Auch die in der Presse häufig kommunizierten Aussagen, Linux und Open Source seien in der Chefetage angekommen, passten nicht so recht zu den aktuellen Studienergebnissen, kommentiert Miertzsch.

Dabei zeige sich einerseits, "dass besonders die befragten Controlling- und kaufmännischen Leiter oftmals nicht wissen, welche Betriebssysteme auf den eigenen Servern laufen". In den sehr heterogenen Systemlandschaften setzten IT-Verantwortliche Linux häufig für Infrastruktur-Funktionen wie Web-, File- und Print-Server ein, wo es Business-Entscheidern gar nicht auffalle. Andererseits werde auch deutlich, dass es noch ein langer Weg sei, bis Linux oder andere Open-Source-Software auch von mittelständischen Business-Managern als probate Alternativen zu herkömmlichen Systemen wahrgenommen würden. Laut der aktuellen Befragung werde die Bedeutung von Linux auch in den nächsten Jahren nicht signifikant steigen. Am ehesten sei dies noch in kleineren Unternehmen und in der Industrie der Fall (siehe auch: Open-Source-Anwendungen holen auf).

Die Techconsult-Aussagen widersprechen zum Teil auch anderen Analysteneinschätzungen. Erst kürzlich erläuterte Matthias Zacher von der Experton Group in einem Beitrag für die COMPUTERWOCHE, wie Open-Source-Software aufgrund der zunehmenden Reife in immer mehr Bereiche der Unternehmens-IT vordringt. Auch das US-Marktforschungsunternehmen Saugatuck erwartet weit reichende Veränderungen durch den steigenden Einsatz von Open-Source-Software. (wh)


Die Skype-Story: Heißer Draht für das weltweite Netz

08.11.2007 um 10:55 Uhr Autor(en): Handelsblatt.
Nur ein Kopfhörer mit Mikrofon - und das kostenlose Plaudern mit Freunden am anderen Ende der Welt kann beginnen. Das schwedische Unternehmen Skype brachte die Telefonie ins Internet und ersetzte Festnetz sowie Mobilfunk. Eine Revolution in der Telekommunikationsbranche. TALLINN. Die Idee war einfach und genial: Zwei Computer, irgendwo auf der Welt, gehen im Internet auf die Suche. Sie finden sich, koppeln sich zusammen, tauschen Daten aus. 2001 brachten der Schwede Niklas Zennström und sein dänischer Kollege Janus Friis das Programm für ihre Musik-Tauschbörse Kazaa heraus, das die Musikbranche aufmischte. Kurz darauf sorgten sie mit Skype auch in der Telekommunikationsbranche für eine Revolution.

Der Reihe nach: Anfang 2000 arbeiteten Zennström und Friis noch beim schwedischen Telekommunikationskonzern Tele 2. Obwohl der als frecher Neuling in der rostig gewordenen Branche galt, kündigten die beiden Ingenieure, genervt von der wachsenden Bürokratie - und wandten sich der Peer-to-Peer-Technik zu. Dabei werden Daten zwischen zwei Computern unter Ausschluss eines zentralen Servers getauscht. Mit Kazaa ermöglichten die Jugendfreunde Abermillionen von Musikliebhabern das illegale Laden von Musikdateien und trieben die Musikindustrie in eine bis heute andauernde Krise. Mehrere Millionenklagen später verkauften Friis und Zennström Kazaa und nutzten die Technik für ihren Frontalangriff auf die Telekomriesen. Das Internet-Telefonie-Programm Skype wurde geboren.

"Wir wollen so vielen Anwendern wie möglich das Gratistelefonieren ermöglichen", gab der heute 41-jährige Zennström als Ziel aus. Das ist gelungen. Mittlerweile haben 220 Millionen Menschen das Gratisprogramm heruntergeladen, zu den Stoßzeiten sprechen bis zu zehn Millionen Skype-Anwender gleichzeitig über das Netz.

Letzte Aktualisierung: 11.10.2009


CEBO Computer- und eLearnigsysteme - Am Kalkhügel 28 - D-99706 Sondershausen - phone +49-3632-7069-0 - fax +49-3632-7069-49